Die Dörfer der Koschneiderei
  • Home
  • Die Koschneiderei
    • Allgemeines
    • Orte
    • Kirche
    • Standesämter
  • Kirchenmatrikel
  • Kirchenmatrikel V2
  • Personendatenbank
  • Mailingliste
  • Links
Die Dörfer der Koschneiderei
  • Home
  • Die Koschneiderei
    • Allgemeines
    • Orte
    • Kirche
    • Standesämter
  • Kirchenmatrikel
  • Kirchenmatrikel V2
  • Personendatenbank
  • Mailingliste
  • Links

Eine geschichtliche Besonderheit

Die Koschneiderei ist kein offizieller Verwaltungsbezirk, sondern ein einzigartiger historischer Siedlungsraum im heutigen Polen (Pomerellen). Gelegen im Städtedreieck zwischen Konitz, Tuchel und Schlochau, bildete sie über Jahrhunderte eine deutschsprachige, tief katholische Enklave in einer überwiegend polnisch geprägten Umgebung.

Das Besondere für uns Forscher: Trotz aller politischen Umbrüche in Westpreußen bewahrten die Bewohner ihre Identität, ihren Glauben und ihre Sprache über fast 500 Jahre hinweg.

Joseph Rink: Die Koschneiderei 1926


Das Herz der Region

Zur Koschneiderei zählt eine Gruppe von Dörfern, die durch Heirat, Arbeit und Pfarreien untrennbar miteinander verbunden waren. Zu den Kernorten gehören beispielsweise Lichnau, Osterwick, Schlagenthin und Gersdorf.

  • Tipp: Eine detaillierte Auflistung aller zugehörigen Wohnplätze und deren Geschichte findest du unter dem Menüpunkt [Orte]. Dort erfährst du mehr über die einzelnen Gemeinden und ihre Entwicklung.

 

Spurensuche im Mittelalter

Woher kamen die ersten Siedler? Das ist eine der spannendsten Fragen. Die Besiedlung erfolgte im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft des Deutschen Ordens.

  • Theorien: Sprachliche Analysen deuten auf den Raum Osnabrück oder das Münsterland hin, während andere Forscher Parallelen zum Niederrhein sehen.

  • Status: Die Siedler waren keine einfachen Untertanen; sie brachten das „Kulmer Recht“ mit, das ihnen als freien Bauern eine privilegierte Stellung sicherte.

 

Rätselraten um einen Begriff

Der Name „Koschneiderei“ taucht schriftlich erst um 1800 auf. Es gibt dazu wunderbare Theorien:

  • Das Handwerk: Leitet er sich vom Scheren („Kopfschneiden“) der Schafe ab?

  • Die Mode: War es eine Anspielung auf die „Kortjacken“ (kurze Jacken) der Bewohner?

  • Die Nachbarn: Oder war es ursprünglich ein Spottname der polnischen Nachbarn („Kosznajderzy“), den die Bewohner später mit Stolz übernahmen?

 

Das Fundament des Alltags

Der katholische Glaube war das einigende Band der Koschneider. In einer Region, die oft zwischen verschiedenen Mächten wechselte, boten die Pfarreien Beständigkeit.

  • Forschung: Die prächtigen Kirchenmatrikel sind heute unsere wichtigste Quelle. Wenn du wissen möchtest, welche Pfarrei für welches Dorf zuständig war, schau dir die Übersicht unter [Kirchen] an. Dort findest du auch Informationen zu den katholischen Kirchspielen.

 

Spuren in den Archiven

Neben den kirchlichen Aufzeichnungen sind für uns vor allem die staatlichen Register von Bedeutung. Mit der Einführung der Standesämter in Preußen (1874) wurden die Lebensdaten unserer Vorfahren noch lückenloser dokumentiert.

  • Suche: Informationen darüber, welches Standesamt für deine Vorfahren zuständig war und wo die Register heute lagern, habe ich dir unter dem Menüpunkt [Standesämter] zusammengestellt.

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
© All rights reserved by Michael Musolf 2026